Tapeten entfernen, leicht gemacht

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Mit einer neuen Tapete lässt sich jeder Raum optisch umgestalten und behaglicher machen. Damit dies auch gelingt sind jedoch zunächst alle Altbeläge restlos zu entfernen.

Vor einem Tapetenwechsel gilt die Hauptarbeit also zunächst dem entfernen der alten Tapete. 

Um späteren Ärger zu vermeiden, sollten Sie diese unbedingt vor dem neu Tapezieren vollständig entfernen, auch wenn Ihnen dies lästig erscheinen sollte.

Auch eine evtl. Untergrundbehandlung/glätten kann je nachdem für welche aktuelle Tapete Sie sich entschieden haben, erforderlich sein. Hier gilt je dicker die Tapete und je mehr Struktur vorhanden ist – je weniger Vorarbeiten sind erforderlich. So deckt eine Raufasertapete in mittlerer Struktur schon einige Unebenheiten im Untergrund gut ab. Bei feinen, dünnen Tapeten sieht die Sache schon ganz anders aus.

Unebenheiten, die bei der alten Tapete kaum sichtbar waren, zeichnen sich sonst auf der neuen Tapete besonders ab, oder die untere Tapete löst sich evtl. von der Wand (falls nicht alle Tapetenreste vorab entfernt wurden.

Damit Sie die alte Tapete möglichst zügig entfernen können, sollten Sie die Flächen mit Wasser und einem fertigen Tapetenlöser einweichen lassen. Ein Spülmittel geht natürlich auch. Und nun heißt es nass machen, nass machen!! Achten Sie auf eine ausreichende Einwirkzeit von ca. einer halben Stunde, damit alles schön durchweichen kann. Wir benutzen hierzu übrigens eine Gartenspritze. Halten Sie Fenster und Türen geschlossen, damit die Luftfeuchtigkeit entsprechend hoch ist und die Tapeten nicht wieder antrocknen. Gelegentlich kann es die Arbeit auch erleichtern wenn Sie diesen Vorgang wiederholen.  Mit einer Spachtel beginnt man in den Ecken mit dem entfernen der Tapeten.

Achtung, auch kleinste Überbleibsel müssen restlos entfernt werden.

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Auf normalen Beton-Wänden können Sie je nachdem wie schwer die alte Tapete zu entfernen ist, zusätzlich einen  Igel (Stachelwalze) (zum einritzen/perforieren ) einsetzen. Damit sorgen Sie dafür, dass die Flächen mit vielen kleinen Löchern versehen werden und das Wasser leichter in die unteren Schichten eindringen kann.

Und Schwups fällt die Tapete, in den meisten Fällen, schon fast von allein von den Wänden.

Einen Igel/Stachelwalze sollten Sie Bitte  nicht  auf Gipskarton oder Gipsfaserplatten anwenden, da die Oberflächen ansonsten beschädigt werden könnten.

Bei Glasfasertapeten oder mit Latex beschichteten Flächen wird die Angelegenheit schon sehr viel schwieriger, aber auch hier ist der Igel in der Regel eine Gute Hilfe. Ein wiederholtes nassmachen der Flächen und natürlich die entsprechende Einwirkzeit wirken jedoch auch hier arbeitserleichternd.

Gut abzudecken ist natürlich ebenfalls ein wichtiger Punkt, damit Schäden z.B. am Parkettboden vermieden werden.  Nasse Tapetenreste, sowie die zum abdecken verwendeten Folien sollte man niemals über einen längeren Zeitraum liegen lassen.

Vor dem neu tapezieren empfehlen wir auf jeden Fall eine spezielle Grundierung zu verwenden um bei einer Neugestaltung/Neutapezierung das entfernen der Tapeten leichter zu machen.

Unser Tipp hat Ihnen gefallen ? Dann würden wir uns über einen Kommentar, wie es bei der Umsetzung funktioniert hat, sehr freuen.

Wir drücken jedenfalls die Daumen.

Es grüßt herzlichst

Marieluise Borsch

 

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