Mit Brief und Siegel, der schönste Tag im Leben eines Azubis

Genau vor  3 Jahren entschloss sich mein mittlerer Sohn Antonio dazu, dass er in meine Fußstapfen treten möchte und auch den Beruf des Maler & Lackierers erlernen wolle. Da er von meinen drei Söhnen der einzigste mit handwerklichem Geschick ist, fand auch ich, dass er die richtige Berufswahl getroffen hat.

Gerne habe ich ihn als Vater und Chef auf dem Weg in sein Berufsleben vorbereitet und begleitet. Unterstützt wurde ich hierbei natürlich auch von unseren Malergesellen Halil, Markus und Olaf, denen ich an dieser Stelle auch meinen Dank aussprechen möchte.

Es war eine schwierige Zeit, denn eine Ausbildung beim eigenen Vater ist für beide Seiten nicht immer unbedingt leicht, aber es hat sich in jedem Fall gelohnt und auch viel Spaß gemacht.

Am Sonntag konnte er nach jahrhunderteralter Tradition nach einem Schluck Rotwein aus dem Innungskelch seinen Gesellenbrief in Empfang nehmen. Darauf ist er sehr stolz, wie man sieht, ich auch. 😉

Sein Nest hat er nunmehr verlassen, um gleich im Anschluss die Weiterbildung zum Maler- und Lackierermeister in Angriff zu nehmen. Daher scheidet er vorübergehend aus unserem Betrieb aus, um weiter zur Schule zu gehen. Man lernt eben nie aus im Leben 😉

Ich hoffe, dass er seinen Beruf genauso liebt wie ich auch und ihn mit Liebe, Freude und Leidenschaft ausführen wird, denn dies ist die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft.

Die Losprechung der Lehrlinge hat ihren Ursprung übrigens in den handwerkerlichen Zünften des ausgehenden Spätmittelalters. Dabei wurde der Lehrling von seinem Meister losgesprochen und der junge Handwerker schied aus dem Familienverband des Meisters aus. Er wurde in das Gesellenbuch der Zunft eingetragen, das in der Zunftlade verwahrt wurde, was oft mit einer Freisageformel und einem Eid vor sich ging.

Heutzutage erinnert „nur“ noch der traditionelle Schluck Rotwein aus einem so genannten Innungskelch an die Jahrhunderte alten Rituale.

Das erinnerte mich ein wenig an meine Jugend, als man noch mit Muttern zum Vorstellungsgespräch ging. Was ich in diesem Zusammenhang niemals vergessen werde, ist die Aussage die sie damals gegenüber meinem Vorgesetzten aussprach, als dieser mich fragte, warum ich denn Maler werden wolle.  „Malen konnte er schon immer gut“, war die O-Ton Aussage meiner Mutter und so wurde ich Maler. 😉

Es grüßt herzlichst

Ihr Malerteam Borsch

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